Kachelofen
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Brenntechnik. Unter einer individuellen Oberfläche verbirgt sich eine ausgereifte, über Jahrhunderte weiterentwickelte Technik von geradezu verblüffender Effizienz und Einfachheit. Das Holz brennt mit heißer Flamme bei Temperaturen um die 1000°C in seiner eigenen Asche. Holzfeuer hat eigene Gesetzmäßigkeiten. Es will sich nach oben entwickeln können, auf einem festen Untergrund liegen (nicht auf einem Rost) und den Sauerstoff von oben erhalten. Daraus ergibt sich ein Brennraum von ca. 30 bis 50 cm Tiefe, 30 bis 40 cm Breite und einer Höhe von 60 bis 80 cm.

Zuluft. Die benötigte Zuluft für einen solchen Grundofen ist weit geringer als für einen offenen Kamin oder gar einem Warmluftofen. Bei genügend großen Räumen sind keine zusätzlichen Öffnungen nach Außen erforderlich. In Häusern mit kontrollierter Zu- und Abluft wird ein gesonderter Zuluftkanal direkt in den Ofen hinein verlegt.

Schornstein. Ein Kachelofen benötigt einen Schornstein-Durchmesser von ca. 16 bis 20 cm. Es kann jeder vorhandene Schornstein genutzt werden, es ist aber in der Regel auch unproblematisch, einen neuen Schornstein nachzurüsten.

Wärmeentwicklung. Die Wärme - durch den heißen Abbrand erzeugte heiße Gase - strömen nun in waagerechten Zügen durch den Ofen und letztendlich in den Schornstein. Dabei geben sie Ihre Wärme an die Schamotte, den Lehm und an die Kacheln ab (Kacheln und Schamotte = gebrannter Ton / Lehm = ungebrannter Ton) - es entsteht die Strahlungswärme.
Für die Heizwirkung ist es zweckmäßig, möglichst senkrechte oder leicht bis stark geneigte Flächen zu bauen (wenig waagerechte Flächen), da sich Strahlungswärme geradlinig ausbreitet.

Heizleistung. Je nach Größe und Beschaffenheit des Ofens können so mit max. 10 KW ganze Häuser mit etwa 150 m2 Wohnfläche allein beheizt werden. In Verbindung mit einer Solaranlage und einem Wärmetauscher reicht das als komfortable und sichere Alleinheizung für eine ganze Wohneinheit.

Emission. Die besten Emissionswerte haben Kachelöfen, die vom Meisterbetrieb des Kachelofen- und Luftheizungsbauerhandwerks fachgerecht aufgebaut werden. Das können gemauerte Kachelgrundöfen sein oder Kachelöfen mit oder ohne spezielle Holzbrandeinsätze. Im Inneren eines modernen Holzbrand-Kachelofens stecken heute ausgefeilte Heizeinsätze, für jedes Kachelofen-System maßgeschneidert, die trockenes Brennholz so wirkungsvoll und umweltverträglich verfeuern wie nie zuvor. Sie erreichen Emissionswerte, die jede gesetzliche Vorschrift weit unterbieten.

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Manuelle Ofensteuerung. Um einen Kachelofen wirtschaftlich zu beheizen, muss man anwesend sein, bis das Feuer in die sogenannte Glutphase übergegangen ist. Spätestens dann, wenn das Holz nur noch glüht - jedoch auch nicht viel früher - sollte die Sauerstoffzufuhr bzw. die Zuluft für das Feuer geschlossen werden.
Auch während des Abbrandes ist nicht immer dieselbe Menge Luft erforderlich. Die richtet sich vielmehr nach dem Verhältnis der Holzsorte zur Feuchtigkeit, den Wetterbedingungen und der Phase des Abbrandes. Hier muss der Kachelofenbetreiber lernen. Nach der ersten Heizperiode hat jeder genügend Fingerspitzengefühl entwickelt, um den Ofen optimal zu befeuern.

Elektronische Ofensteuerung. Will man nicht unbedingt bis zu einer Stunde pro Befeuerung anwesend sein, kann man sich auch moderner Elektronik bedienen. Die sog. EOS (Elektronische Ofen Steuerung) regelt durch Messfühler den Abbrand optimal und verschließt den Ofen, so dass die gespeicherte Wärme nicht verschwenderisch in den Schornstein entweicht, sondern durch die Schamotte, den Lehm und die Kacheln langsam an den Wohnraum abgegeben wird. Somit ist eine gute Wärmestrahlung auch bei Abwesenheit gewährleistet. Die EOS arbeitet mit Temperatur- und Abgasfühlern und mit Hilfe eines kleinen Stellmotors, der die Regelung mechanisch übernimmt.
Der Energieträger: Brennholz. Nach der Bundes-Emmissionsschutz-Verordnung darf nur naturbelassenes, stückiges Holz verwendet werden, das maximal 20% Restfeuchte enthält. Im Klartext heißt das, dass Brennholz zwei bis drei Jahre luftig gelagert werden muss, bevor es im Kachelofen verbrannt werden darf. Auch Brennholzbriketts, die ausschließlich aus naturbelassenem Holz und ohne Bindemittel hergestellt werden (DIN 51731), sind erlaubt. Bestes Brennholz gibt‘s beim nächsten Förster.

Andere brennbare Dinge wie Spanplatten, lackiertes, beschichtetes oder nasses Holz, Plastik oder Müll zu verbrennen, ist vom Gesetzgeber ausdrücklich verboten. Es ist durchaus im eigenen Interesse des Kachelofenbesitzers, sich an diese Gesetze zu halten. Schadgase aus seinem Ofen kämen ja in seiner unmittelbaren Umgebung - auf dem Balkon, im eigenen Garten - wieder herunter. Und kaum jemand wird wohl so dumm sein, sich selbst zu schädigen. Außerdem unterliegt der Kachelofen-Kamin ein- bis viermal im Jahr der Kontrolle des Schornsteinfegers.

Umweltschutz ist in allen Lebensbereichen auch die Verantwortung des Einzelnen. Jeder Kachelofenbesitzer wird vom Meisterbetrieb vor Inbetriebnahme seines Ofens umfassend über die Bedienungsweise und die gesetzlichen Vorschriften zur Verbrennung informiert.
Vorteile von Brennholz:

A. Holz-Sonne-Kopplung: 100% Energie aus der Sonne. Jede Sekunde wird in Deutschlands Wäldern soviel Energie in Form von Holz gespeichert, wie ein 3-Liter-Auto auf ca. 150 km Fahrstrecke verbrauchen würde (Informationsdienst Holz).
Unsere Rohstoffvorräte an Kohle und Erdöl sind nicht mehr erneuerbar. Mit dem Rohstoff Holz steht uns eine unerschöpfliche Energiequelle auch für zukünftige Generationen zur Verfügung.

B. Holz ist ein Energieträger mit unschlagbarer Ökobilanz. Brennholz fällt meist im Wald in Ihrer Nähe an. Es wird in kleinen Kreisläufen auf kurzen Wegen transportiert. Bei seiner Bereitstellung werden nur ca. 5 % des Energiegehaltes durch den Einsatz fossiler Energie verbraucht. Werden fossile Energieträger durch Brennholz ersetzt, verringern sich die für Klimaveränderungen verantwortlichen CO2-Emissionen in der Atmosphäre (Holz verbrennt CO2-neutral). Der Wald speichert große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Beim Verbrennen von Holz freigesetztes CO2 wird so auf natürliche Weise wieder gebunden. Mit Hilfe der Sonnenenergie entsteht daraus Sauerstoff. Der Kreislauf schließt sich. Brennholz hat einen niedrigen Schwefelgehalt und damit die niedrigsten NOx-Emissionen.

C. Durch den Kauf von Brennholz unterstützen Sie die Pflege unseres Waldes mit seinen vielfältigen Wirkungen für die Gesellschaft.

D. Seit Jahrtausenden bewährt - heute wieder im Trend: die Behaglichkeit eines knisternden Holzfeuers. Es vermittelt Geborgenheit und Gemütlichkeit. Die natürliche Strahlungswärme eines Kachelofens steigert das Wohlbefinden und schafft ein angenehmes Raumklima.

Brennholz ist nicht gleich Brennholz. Jede Holzart hat andere Eigenschaften.
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